Frankreich
ProduktrückrufFrankreich ruft Rohmilchkäse aus Kuh- und Ziegenmilch wegen E. coli STEC in vier Meldungen innerhalb einer Woche zurück, vor allem in Auvergne-Rhône-Alpes
Das offizielle französische Rückrufportal RappelConso veröffentlichte zwischen dem 14. und 19. Oktober 2026 vier freiwillige Rückrufe von Rohmilchkäse wegen des Vorkommens Shigatoxin-bildender Escherichia coli (STEC). Drei wurden in der Region Auvergne-Rhône-Alpes verkauft und einer im ganzen Land. Es handelt sich um zwei Meldungen zu Tome des Bauges, einem Kuhmilchkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) aus dem Bauges-Massiv in Savoyen, aus derselben Käserei; um Ziegenkäse mit Milchsäuregerinnung, verkauft in der Ardèche, und um eine Hof-Tomme aus Kuhmilch, verkauft im Cantal.
Am 14. Oktober wurde die an der Theke einer Supermarktkette in ganz Frankreich verkaufte Tome des Bauges der Charge c62180189 mit dem Serotyp O26:H11 zurückgerufen. Am folgenden Tag rief die Käserei in der Region drei weitere Chargen zurück, ganz oder in Portionen, mit Verbrauchsdaten 5. und 6. Oktober. Am 16. Oktober wurden Ziegenkäse in mehreren Formaten zurückgerufen, etwa Picodon, Bûche und Pyramide, die zwischen dem 15. und 22. September ohne Etikett auf dem Hof und in einem Erzeugerladen verkauft worden waren (Chargen 245 bis 251). Am 19. Oktober kam die Tomme der Charge 046/26 hinzu, verkauft zwischen dem 29. Juni und dem 2. Juli. Verbraucher werden gebeten, die Käse nicht zu verzehren und sie zurückzubringen, zu vernichten oder sich an die Verkaufsstelle zu wenden.
Das Reservoir von STEC ist der Darm von Wiederkäuern wie Kühen und Ziegen, und das Bakterium kann beim Melken in die Milch gelangen. Bei Rohmilchkäse gibt es keine Pasteurisierung, die es abtötet, und weder die Reifung der Tommes noch die langsame Säuerung der Milchsäurekäse garantieren seine Inaktivierung. O26:H11 ist einer der Nicht-O157-Serotypen, die in Europa am stärksten mit dem hämolytisch-urämischen Syndrom in Verbindung gebracht werden, der Nierenkomplikation, die laut den Meldungen in 5 % bis 8 % der Fälle auftritt, vor allem bei Kindern. Deshalb empfehlen die französischen Behörden, dass Kinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen Rohmilch und daraus hergestellte Käse meiden und stattdessen Presskäse mit gebrühtem Bruch, Schmelzkäse zum Streichen oder Käse aus pasteurisierter Milch wählen.
Diese Meldungen kommen zu weiteren Käserückrufen wegen STEC hinzu, die seit Mitte September in Frankreich veröffentlicht wurden, und erinnern daran, dass sich das Risiko nicht auf O157 beschränkt: Der einzige gemeldete Serotyp ist O26:H11. In Rohmilchkäsereien kombiniert eine sinnvolle Kontrolle die Analyse der Milch jeder Partie mit der des Käses vor dem Verkauf. Das TAAG-Kit Ampliora 3.9 weist STEC sowie E. coli O157:H7 und Salmonella spp. mittels Real-Time-PCR nach und deckt damit die Gefahr dieser Meldungen ab; seine validierten Matrizes sind jedoch Blattgemüse und Rinderhackfleisch, nicht Käse, daher ist die Zuordnung indirekt und erfordert die Validierung der Milchmatrix. Vorläufige Ergebnisse müssen mit der Referenzmethode bestätigt werden.
Originalquelle: rappel.conso.gouv.fr ↗
So wählen wir die Nachrichten aus
Verwandte TAAG-Lösung
- Mikroorganismus:
- STEC (Shigatoxin-bildende E. coli)
- Matrix:
- Rohmilchkäse aus Kuhmilch (Tome des Bauges AOP und Hof-Tomme) und Ziegenkäse mit Milchsäuregerinnung
- Zugehöriges Kit:
- Ampliora 3.9 (F39) E. coli STEC, E. coli O157:H7 and Salmonella spp. (PCR en tiempo real - Mila)
Ampliora 3.9 weist STEC, E. coli O157:H7 und Salmonella spp. nach und deckt damit den Mikroorganismus der Meldungen ab. Die Zuordnung ist indirekt, weil seine validierten Matrizes Kohl, Salat, Spinat, Blattsalatmischung und Rinderhackfleisch sind und Käse nicht dazugehört; zudem beschreibt die Meldung Rückrufe, keine mit dem Kit durchgeführten Analysen.
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