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Traditionelles mikrobiologisches Kulturverfahren: warum es weiterhin die Referenzmethode ist

TAAG-Team · 6 min Lesezeit · TOFU · Informativ

Dieser Artikel eröffnet die Säule Labormethoden des TAAG Learning Centers. Weiter geht es mit was die mikrobiologische Anreicherung ist.

Was ist das traditionelle mikrobiologische Kulturverfahren?

Es ist die älteste und weiterhin am weitesten verbreitete Methode zum Nachweis und zur Quantifizierung von Mikroorganismen: Eine Probe (oder eine Verdünnung davon) wird auf einem Kulturmedium ausgesät, das die nötigen Nährstoffe liefert, bei definierter Temperatur und Zeit bebrütet und anschließend auf sichtbares Koloniewachstum geprüft. Jede Kolonie wird als Ergebnis des Wachstums einer ursprünglichen koloniebildenden Einheit (KBE) interpretiert.

Warum ist es weiterhin die „Referenzmethode“?

Die meisten Regelwerke (FDA, USDA-FSIS, ISO-Normen) betrachten das traditionelle Kulturverfahren weiterhin als die Methode, gegen die alternative Methoden — einschließlich der PCR — validiert werden. Der Grund ist konzeptueller Natur: Das Kulturverfahren zeigt, dass der Mikroorganismus lebt und sich vermehren kann — die direkteste Definition von „lebensfähig“ in der Mikrobiologie. Eine neue Methode, so schnell sie auch sein mag, muss im Allgemeinen ihre Gleichwertigkeit gegenüber diesem Standard nachweisen, bevor sie als Alternative akzeptiert wird.

Kulturmedien: allgemein vs. selektiv

Allgemeine (oder nicht selektive) Medien lassen eine breite Vielfalt an Mikroorganismen wachsen und werden für Gesamtzählungen verwendet, wie die der aeroben mesophilen Keime. Selektive Medien hingegen enthalten Substanzen, die das Wachstum der meisten Mikroorganismen hemmen und nur den gesuchten begünstigen — zum Beispiel begünstigt ein Medium mit hoher Salzkonzentration Staphylococcus aureus und hemmt viele andere.

Der Hauptnachteil: die Zeit

Ein Kulturverfahren erfordert, dass sich der Mikroorganismus ausreichend vermehrt, um eine sichtbare Kolonie zu bilden — ein Prozess, der je nach Mikroorganismus und Medium 24 Stunden bis mehrere Tage dauern kann. Bei Krankheitserregern, die einen vorherigen Anreicherungsschritt erfordern, kann die Gesamtzeit bis zu einem bestätigten Ergebnis 4-5 Tage überschreiten — der Hauptgrund, weshalb die Industrie molekulare Methoden als schnelles Screening einführte.

Biochemische und serologische Bestätigung

Eine Kolonie mit der erwarteten Morphologie ist für sich genommen keine endgültige Identifizierung: Sie wird üblicherweise mit biochemischen Tests bestätigt (die auswerten, welche Substanzen der Mikroorganismus verstoffwechselt) und bei bestimmten Krankheitserregern wie Salmonella mit serologischen Tests, die spezifische Antigene der Bakterienoberfläche identifizieren.

Fazit

Das traditionelle mikrobiologische Kulturverfahren bleibt der Standard, an dem jede neue Methode gemessen wird, gerade weil es Lebensfähigkeit direkt nachweist. Sein Hauptkosten ist die Zeit — der Grund, warum es zunehmend mit molekularen Schnellscreening-Methoden koexistiert, statt von ihnen ersetzt zu werden.

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Erfahren Sie, wie die Labordienstleistungen von TAAG das Referenzkulturverfahren mit schneller molekularer Detektion je nach regulatorischer Anforderung jedes Kunden kombinieren.

Häufig gestellte Fragen

Wird das traditionelle Kulturverfahren gegenüber molekularen Methoden verschwinden?

Das ist kurzfristig unwahrscheinlich: Es bleibt in den meisten Regelwerken die regulatorische Referenzmethode, auch wenn es zunehmend in Kombination mit Schnellmethoden für das erste Screening eingesetzt wird.

Garantiert ein selektives Medium, dass nur der gesuchte Mikroorganismus wächst?

Nicht absolut; es reduziert das Wachstum anderer Mikroorganismen drastisch, aber einige Nicht-Zielarten können die selektiven Bedingungen teilweise tolerieren.

Warum erfordern manche Kulturen mehr als ein Medium in Abfolge?

Weil unterschiedliche Stufen unterschiedliche Funktionen erfüllen: zuerst ein nicht selektives Anreicherungsmedium und dann ein selektives, um den gesuchten Mikroorganismus gezielt zu isolieren.

Externe Quellen