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TAAG-VeranstaltungWHO und FAO bringen 352 Teilnehmende aus mehr als 40 Ländern zusammen, um multisektorale Notfallpläne für die Lebensmittelsicherheit vorzubereiten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berichteten am 8. Oktober 2026 aus Kairo, Brazzaville und Accra über eine zweitägige virtuelle Sitzung, die der Entwicklung multisektoraler Notfallpläne für die Lebensmittelsicherheit gewidmet war. Organisiert wurde sie von den Regionalbüros der WHO für Afrika und für den östlichen Mittelmeerraum, den Regionalbüros der FAO für Afrika sowie für den Nahen Osten und Nordafrika, den Codex-Koordinierungskomitees für Afrika und für den Nahen Osten sowie dem Sekretariat von INFOSAN, dem internationalen Netzwerk der Lebensmittelsicherheitsbehörden von FAO und WHO.
Der Ausgangspunkt der Organisationen ist, dass die Sicherheit von Lebensmitteln eine Aufgabe mehrerer Sektoren ist. Wenn ein kontaminiertes Lebensmittel Grenzen überschreitet oder eine Überschwemmung Ernten, Vorräte und Kühlketten beschädigt, ist das Erkennen des Vorfalls nur der erste Schritt: Wer reagieren muss, muss wissen, wen er anrufen kann, wie man sich abstimmt und wer die Befugnis zum Handeln hat, und er muss innerhalb von Stunden Maßnahmen einleiten können. An der Sitzung nahmen 352 Teilnehmende aus mehr als 40 Ländern beider Regionen teil, was den Vergleich von Ansätzen in unterschiedlichen Phasen ermöglichte: Einige Länder haben bereits Pläne entworfen und prüfen, wie sie diese erproben und umsetzen können, während andere noch klären, welche Institutionen die Reaktion leiten oder dazu beitragen sollten.
Die Organisatoren empfehlen den Ländern, ihre bestehenden Mechanismen zu überprüfen, die nationalen Kontaktlisten zu aktualisieren und multisektorale Gruppen zu bilden, denen Öffentliche Gesundheit, Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft, Veterinärdienste und Labore angehören. Sie heben außerdem hervor, dass Simulations- und Planspielübungen helfen, Lücken aufzudecken, Zuständigkeiten zu klären und die operative Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Vorgeschlagen werden realistische Szenarien wie Klimaereignisse, humanitäre Notlagen oder Unterbrechungen der Lieferketten, um sowohl die nationale Koordination als auch den internationalen Informationsaustausch über INFOSAN zu erproben.
Für Labore der Lebensmittelsicherheit ist die Botschaft praxisnah: Die Pläne müssen in die nationalen Systeme der Lebensmittelkontrolle und das Management öffentlicher Gesundheitsnotlagen eingebunden werden. Im Ernstfall hängt die Schnelligkeit der Reaktion außerdem davon ab, dass die Labore bekannt sind, die einen Befund bestätigen können. Die Meldung betrifft Governance und Vorsorge; sie beschreibt weder einen Ausbruch noch einen Mikroorganismus und wird daher keinem konkreten TAAG-Test zugeordnet. Sie unterstreicht jedoch die Bedeutung schneller Nachweismethoden und einer mit dem Labornetzwerk abgestimmten analytischen Kapazität, wenn ein Kontaminationsereignis Entscheidungen innerhalb von Stunden verlangt.
Originalquelle: emro.who.int ↗
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